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By Martin Bitter

​Die Feststellung, dass sich die globale Klimapolitik in einer tiefen Krise befindet, klingt mittlerweile beinahe nach einer abgedroschenen word. Nur zu sehr haben sich mediale und wissenschaftliche Beobachter daran gewöhnt, den Parteien der Klimarahmenkonvention und des Kyoto-Protokolls von kurzfristigen machtpolitischen Erwägungen geleitete Untätigkeit, partikulares Gebaren oder gar den Zynismus eines après nous l. a. déluge vorzuwerfen. Fragt guy nun die medialen und wissenschaftlichen Beobachter oder auch die politischen Protagonisten der globalen Klimapolitik nach einem Akteur, der in der Lage sein könnte, mit gutem Beispiel voranzugehen und der internationalen Staatengemeinschaft den Weg in eine dekarbonisierte Zukunft zu weisen, dann richtet sich das Prinzip Hoffnung nicht selten auf die Europaische Union (EU). Martin sour untersucht die Krise des europäischen Emissionshandels, indem er die Widersprüche marktbasierter Klimapolitik in den Blick nimmt und diese in das Machtfeld europäischen Regierens einbettet.

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Leibfried/Zürn 2006:11, zit. nach Demirovic 2007a: 198) Die Interpretationsfolie ist eine andere. B. wenig, in eine post-fossile Ära einzutreten, solange die fossil befeuerten Wachstumsstrategien der westlichen Industriestaaten im Wesentlichen unverändert bleiben. Nach einem Bericht der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) wurden in den Jahren 2010 und 2011 42 Millionen Menschen aufgrund von Hitze- und Kältewellen, Stürmen und Überschwemmungen aus der Asien-Pazifik-Region vertrieben (Financial Times Deutschland, 14.

Oder: Der Wachstumspfad wird perpetuiert, da er als conditio sine qua non tradierter Souveränität fungiert, und es wird nach einem sozialen Findungsmechanismus gesucht, der in der Lage ist, die Ökonomie ‚wachsend’ zu dekarbonisieren. Letzterer Ausweg kennzeichnet den Emissionshandel. Es lässt sich also bereits früh erkennen: Kohlenstoffmärkte korrespondieren mit einer besonderen Form von Souveränität. Um dieser Form aber auf den Grund zu gehen, bedarf es weiterer theoretischer Überlegungen. Es soll daher im Folgenden darum gehen, die skizzierte Bestimmung des Staates als ein gesellschaftliches Verhältnis, dessen Fundamente insbesondere bei Nicos Poulantzas und Antonio Gramsci angelegt sind, zu spezifizieren.

Diese Frage beschäftigt auch den sich auf der Suche nach einem angemessenen Begriff des Politischen/des Staates befindenden Nicos Poulantzas. Als ein wichtiger Referenzpunkt fungiert für ihn dabei der Begriff der kapitalistischen „Gesellschaftsformation“ (MEW 23: 49) bei Marx. h. die besondere Gestalt, in der die Produktion der Mittel zum Lebenserhalt der Gesellschaft organisiert wird (vgl. Gallas 2006: 102). B. Ware, Geld und Kapital – wie auch einen systemischen Zusammenhang gesellschaftlicher Verhältnisse.

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